Interwoven Realities
Durch das physische Verflechten mehrerer Bilder entstehen neue Bildräume, in denen unterschiedliche Realitäten, Erinnerungen und Perspektiven miteinander verschmelzen.
In jedes Werk fließt eine bewusste Unregelmäßigkeit ein. Inspiriert von der Tradition der Teppichknüpfer, die Vollkommenheit allein dem Göttlichen zuschreiben, wird der kleine „Fehler“ zum Zeichen von Menschlichkeit, Freiheit und künstlerischer Offenheit.
Interwoven Realities ist eine Werkserie, in der einzelne Bildfragmente physisch miteinander verflochten werden und dadurch neue, hybride Bildräume entstehen. Aus separaten Arbeiten entwickeln sich Kompositionen, in denen sich Farbwelten, Strukturen und Bildzustände überlagern und miteinander in Beziehung treten.
Im Zentrum steht nicht das einzelne Bild, sondern das Gefüge dazwischen. Jedes Element behält seine Eigenständigkeit und wird gleichzeitig Teil eines größeren Zusammenhangs. Durch die Verflechtung entstehen Spannungen zwischen Fragment und Ganzem, zwischen Autonomie und Verbindung.
Die Serie versteht sich als Untersuchung von Wahrnehmung und Transformation: Was geschieht, wenn Bilder nicht isoliert, sondern als miteinander verbundene Realität gelesen werden? So entstehen offene Bildsysteme, die sich zwischen Ordnung und Auflösung bewegen.